Electra – Bunter Hund statt schwarzes Schaf

Schwarz und langweilig ist bei der deutsch-amerikanischen Marke Electra gar nichts. Stattdessen sind die Produkte laut, auffällig und voller Farbenfreude. Wo andere Hersteller sich auf minimales Gewicht, Aerodynamik und technischen Vorsprung konzentrieren, stehen Spaß, Style und Komfort bei Electra ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Bikes sollen an die lässige Lebensfreude der kalifornischen Surfer Community in Leucadia erinnern und regen dazu an, das Leben mal ein bisschen langsamer anzugehen.

Mitbegründer Benno Bänziger hatte schon zu Anfang seiner Designkarriere in Deutschland eine Leidenschaft für Lifestyle Sportarten. Mitte der 80er eroberten Snowboards die Skipisten der Welt und Benno begann selbst Boards zu entwerfen und herzustellen. 1990 zog er dann vom turbulenten Deutschland ins sonnige Kalifornien und machte sich mit seiner Firma Project Design in der Skateboard Szene einen Namen. Er arbeitete für bekannte Marken wie K2 und Adidas, merkte jedoch schnell, dass die Fahrradbranche eine viel bessere Chance bot seiner Kreativität freien Lauf zu lassen: Niemand stellte qualitativ hochwertige, erschwingliche Freizeiträder her, mit denen die junge, hippe Surfer-Community Kaliforniens sich sehen lassen wollte. Auf dem Markt gab es nur langweilige, qualitativ mittelmäßige Standardräder oder teure High-End Mountain Bikes bzw. Rennräder. Zusammen mit Jeano Erforth, einem geübten Verkäufer, gründete er 1993 Electra Bikes und hatte somit die Möglichkeit seiner Fantasie und Inspiration ohne Einschränkungen freien Lauf zu lassen.

Das Electra Swing.

Die Flying Sue.

Der DeLuxe Hawaii Cruiser.

Schon in den ersten Jahren brachte das Duo Kulträder wie den Electra DeLuxe Hawaii Cruiser, Swing und Flying Sue heraus. Cruiserbikes waren neu, machten Spaß und wurden schnell zum Statussymbol. Umso verrückter und ausgefallener die Designs, umso besser schienen sie anzukommen. Einflüsse aus der Rockabilly, Hot Rod und Motorrad Szene spiegelten sich in extravaganten Rahmen, auffälligen Ausstattungen und ganz besonders den Namen der Modelle wieder. Straight 8 und Rat Fink sind nur zwei der ausgefallen Electra Räder die heutzutage als Sammlerstücke gelten.

Das Rat Fink.

Das Straight 8.

2003 brachte Electra die Fahrradwelt wieder einmal mit einem neuen Rad zum Staunen. Das Townie war optisch dezenter als frühere Räder, war aber das erste Modell einer neuen Kategorie die heute nicht mehr wegzudenken ist: Das Komfortrad. Hier wurden altbewährte Philosophien wie Spaß und Lebensfreude mit neuen Entwicklungen wie der Flat Foot Technologie kombiniert und motivierten somit immer mehr Leute zum Radfahren. Bei der Flat Foot Technologie ist das Tretlager etwas nach vorne versetzt und erlaubt Fahrern die Füße auch im Sitzen ganz einfach auf den Boden zu stellen. Dies gibt auch ungeübteren Fahrern ein tolles Gefühl von Sicherheit. 2013 kam dann auch die E-Bike Version des Best-Sellers auf den Markt. Das Townie Go! räumte bei den Red Dot Awards ab und wurde durch seine Auszeichnung als Bestes E-Bike des Jahres in den Mainstream katapultiert. Im folgenden Jahr wurde Electra von Trek übernommen, blieb aber bei ihren üblichen Werten und machte ungehemmt bunt weiter.

Alle Go! Modelle von Electra sind mit Bosch Antriebssystem ausgestattet.

In den folgenden Jahren brachte das Team das Loft Go!, Vale Go! und Townie Path Go! heraus und deckte somit alle Facetten der Komfort- und Citybikes ab. Fans des klassischen Electra Styles konnten sich über das Ace of Spades Go!, Cafe Moto Go! und Ghostrider Go! E-Cruiser freuen.

Das CafeMoto Go!

Das Ghostrider Go!

Das Ace of Spades Go!

In uns allen steckt noch irgendwo ein Kind und mit einem Rad von Electra kannst du deiner bunten, lebensfreudigen Seite mal Freilauf lassen. Auf ganz erwachsene Art und Weise.  

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