Diamant Räder und E-Bikes in bester Qualität seit 1885 made in Germany

Die Erfolgsgeschichte von Diamant begann 1857 in Niederelausitz. Die beiden Brüder Friedrich und Wilhelm wachsen in bescheidenen Verhältnissen auf, entwickeln aber gute handwerkliche Fähigkeiten. Am 01. Jänner 1882 gründen die beiden Brüder ihre erste Werkstatt unter dem Firmenwortlaut: " Gebrüder Nevoigt, Reichenbrand/ Chemnitz". In ihrer Fabrik produzieren die Brüder Wirkmaschinenplatinen für Strumpffabriken. Die Nachfrage ist groß, das Unternehmen floriert.

Das Unternehmen wächst so schnell, dass die beiden Brüder sich dazu entschließen ein neues Fabrikgebäude zu errichten. Bereits im gleichen Jahr beziehen Sie Ihren Neubau.

1895 steht ein ganz besonderes Ereignis an: Das erste Fahrrad, das den Namenszug "Diamant" trägt, rollt vom Band.

1898: Die Brüder verbessern ständig ihr neues Produkt, das Fahrrad. Zum Beispiel beim Kettenantrieb, der als Blockkette sehr störanfällig war. Die Nevoigts rüsten stattdessen ihre Fahrräder mit einer selbst entwickelten Doppelrollenkette aus. Mit diesem neuartigen Antriebselement des Fahrrades setzen sie einen Weltstandard: Sie bildet das Prinzip der Fahrradkette von heute.

1906: Die Konkurrenz wird immer härter und die Brüder Friedrich und Wilhelm benötigen dringend mehr Geld um auf dem Markt rentabel arbeiten zu können. Sie besorgen sich das nötige Geld über die Vergesellschaftung ihres Betriebes. Aus dem kleinen Betrieb wird nun die Gebrüder Nevoigt AG, Reichenbrand- Chemnitz.

1911: Ins Warenzeichenregister wird das neue Markenzeichen eingetragen.

1920: Immer mehr Berufsrennfahrer finden Ihren Weg in den Diamant Rennstall: zum Beispiel die Brüder Adolf und Richard Huscke und Talent Pau Koch.

1923: Deutschland verfällt in eine hohe Inflation: 1914 kostete ein Herrenrad 145 Mark, so kostete es 1922 bereits 1.400 Mark und im Juli 1923 bereits 2.500.000 Mark. Bei Diamant wird begonnen eigenes öffentliches Geld zu drucken: das Diamant Betriebsnotgeld.

1924: Das Straßenrennrad- Modell 48 "die edle Perle" entsteht. Viele Neuerungen, mehr Erfahrungen aus dem Rennsport und vieles Mehr führen zum großen Erfolg. Die Neukonstruktion Modell 56, war das erste Damenrad mit dem Namen" Die Schöne aus Sachsen".

1927: Insolvenz für die Firma Diamant: Ein großer Schlag und eine starke witschaftliche Depression.

1928: Bis Ende Februar 1928 gelingt es Adam Opel AG., mehr als die Hälfte der kompletten Aktien der Elite- Diamant- AG in seinen Besitz zu bringen und wendet somit den Konkurs ab.

1934: Wurde das erste Lieferantenrad entwickelt mit mehrfach verstellbarem Gepäckgitter über dem Vorderrad.

1934: Die nächste Weg weisende Innovation: Der DIAMANT-Gesundheitslenker. Mittels spezieller Biegetechnik ist es erstmals möglich, die Griff-Enden des Lenkers im Winkel zur Fahrtrichtung zu positionieren und so besonders komfortabel, wie auf einem so genannten „Holland-Rad“, zu fahren.

1935: Diamant ist wieder im Geschäft und die Stärke der Belegschaft inzwischen auf 529 Mitarbeiter angestiegen. 1935 bringen die Diamant-Werke die Modelle Nr. 68 und Nr. 69 auf den Markt.

1936: Pünktlich zu den Olympischen Spielen in Berlin erscheint das neue Rennradmodell für die Straße, Nr. 67, das unter anderem einen außerordentlich leichten Rahmen besitzt. Mit diesem Aufsehen erregenden Sondermodell kann das Fahrerpaar Ernst Ihbe (Leipzig) / Carly Lorenz (Chemnitz) olympisches Gold                  erringen und außerdem die Deutsche Meisterschaft und die Weltmeisterschaft in Zürich gewinnen.

1939: Mit Kriegsbeginn muss Diamant sich wie viele andere neu ausrichten und verstärkt ihre Rüstungsproduktion, die Stückzahlen der gefertigten Fahrräder und Flachstrickmaschinen dagegen nehmen von Jahr zu Jahr immer mehr ab.


1942: Da die Fahrradproduktion in Kriegszeiten gegenüber der Rüstungsteilproduktion nachrangig behandelt wird, müssen bei Material und Verarbeitung gespart werden. Selbst das legendäre Markenzeichen der Diamant-Fahrräder, das Steuerkopfschild, fällt den Einsparungen zum Opfer.

1944: Am 27. Juli 1944 hat der langjähriger Leiter der Fahrradabteilung Max Lange sein Dienstjubiläum. Er ist seit vierzig Jahren bei Diamant beschäftigt und hat sich mit vollem Einsatz für das Unternehmen verdient gemacht. Er ist nicht nur weithin bekannt, sondern auch überall gerne gesehen.

1945: Ab Juni 1945 gehört die Stadt Siegmar-Schönau zur sowjetischen Besatzungszone, die die „Gemeinsame Erklärung der Siegermächte“ vom 05.06.1945 auch im Betrieb Elite-Diamant umsetzen: Das Erfassen aller Grundmittel, der Materialbestände und der Fertigprodukte. 

1946: Am 6. Juni 1946 erlässt die SMAD den Befehl Nr. 167, der die Anweisung enthält, dass 202 der 876 zur Demontage bestimmten Betriebe im Land verbleiben sollen. Das bedeutet die Rettung für das Werk Elite-Diamant, das ab Dezember von der sowjetischen Aktiengesellschaft „Awtowelo“ übernommen und                   damit Eigentum der Sowjetunion wird.

1950: Der Boden der alten Galvanik droht durch jahrelange Säureeinwirkung einzustürzen. Am 8. März erfolgt deshalb der erste Spatenstich für den Neubau des Galvanik-Schleifereigebäudes, das im Dezember 1950 bezogen werden kann.

1951: Elite-Diamant besitzt inzwischen 1.588 Belegschaftsangehörige und zu Jahresbeginn setzt Betriebsdirektor Kurt Schneeweiß das große Ziel: 200.000 Fahrräder.

1952: Aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung in der DDR übergibt der Ministerrat einen großen Teil der SAG-Betriebe an die DDR. So auch Diamant, das damit VEB (Volkseigener Betrieb) wird.

1953: Als volkseigener Betrieb der DDR stellte das Diamant Werk 295.000 Exemplare her.

1955: Bei der VIII. Internationalen Friedensfahrt holt sich Gustav Adolf „Täve“ Schur den Gesamtsieg. Der zweitbeste Einzelfahrer der DDR Mannschaft ist Detlef Zabel, der Vater von Erik Zabel, der den neunten Platz erreicht. Die DDR-Mannschaft belegt in der Gesamtwertung Platz 2.

1956: 1956 rollte das 3-millionste Rad vom Band, in den Folgejahren pendelt sich die Zweirad Produktion auf 150.000 bis 180.000 Fahrräder jährlich ein.

1958: 1958 stehen für die inzwischen 1.850 Arbeiter und Angestellten bei VEB Elite-Diamant Fahrradwerke 270.000 Fahrräder (darunter 10.000 Sportfahrräder) und 1.764 Flachstrickmaschinen auf dem Plan, was einem Gesamtproduktionswert von beinahe 47 Millionen Mark entspricht.

1968: Das Diamant Rad soll auf das Abstellgleis: Der stellvertretende Minister für Werkzeug- und Verarbeitungsmaschinen entscheidet unter anderem, dass die Fahrradproduktion bei Elite-Diamant im Oktober 1973 eingestellt wird. Schon in diesem Jahr muss die gesamte Sportfahrradproduktion an die Mifa-Werke                  nach Sangerhausen abgegeben werden.

1969: Nur ein Jahr später sieht es schon wieder anders aus: Die Stückzahl von 330.000 Fahrrädern liegt vollkommen daneben, der Bedarf wird mit über 510.000 Stück berechnet. Die Mifa-Werke können aufgrund von veralteten Produktionsstätten und fehlenden Arbeitskräften derartige Stückzahlen alleine nicht                        erreichen, weshalb die Einstellung der Fahrradproduktion bei Diamant wieder vom Tisch ist.

1978: Die Betriebsleitung beschließt aufgrund der verbesserten Lage am Weltmarkt die Wiederaufnahme des Exportgeschäftes. In den meisten Ländern werden die Fahrräder als „Deutsches Markenrad“, „Original Diamant“ oder „Elite-Diamant“ verkauft. Nur in der BRD können die Räder nicht unter ihrem eigenen                    Markennamen verkauft werden, weshalb der Name „Diadem“ verwendet wird.

1990: Nach dem Fall der Mauer erlässt die Regierung am 1. 3. 1990 die Verordnung zur Umwandlung der Volkseigenen Betriebe in Kapitalgesellschaften. Am 28. Juni wird der VEB Elite-Diamant zu den „Elite-Diamant – GmbH Flachstrickmaschinen- und Fahrradwerken Chemnitz“.

1992: Die „Erzeugnislinie Fahrrad“ wird privatisiert und unter der Firmierung „Diamant Fahrradwerke GmbH“ neu gegründet, um weiter Fahrradgeschichte zu schreiben.

1996: Das „Handy Bike“, ein Faltrad aus Edelstahl kommt auf den Markt. Es ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit und soll deshalb auch Wassersportler und Bootsbesitzer ansprechen.

1998: Im Jahr 1998 verlässt das 10-millionste Diamant Rad den neu gegründeten Firmensitz in Hartmannsdorf.

2002: Nach 13- jähriger Leitung durch die Villiger Gruppe wird 2002 die Firma von der Trek Bicycle Corporation übernommen.

2010:  Diamant  – das steht für ein hochmodernes Unternehmen mit einer Tageproduktion von ca. 650 Fahrrädern, mit hohen Qualitätsstandards und mit innovativen Lösungen wie den Pedelecs und der Ride+ Technologie. State of the art. Heart of the street. 125 Jahre Diamant – eine Erfolgsgeschichte mit vielen              Etappen. Und noch lange kein Ende in Sicht.

2012: 100 Jahre Topas. Ein zweiter runder Geburtstag findet bereits zwei Jahre später statt: Das Erfolgsmodell Topas, das auf dem Original von 1912 basiert, besteht 2012 seit 100 Jahren. Klar, dass „der“ Klassiker von Diamant mit einer eigenen Edition eine besondere Ehrung erfährt.


2014: Grüezi Diamant! 2014 als zukunftsweisender Start zu einem neuen Streckenziel: Diamant erweitert seinen Einflussbereich und produziert in Zukunft nicht nur für den deutschen und österreichischen Markt, sondern auch für die Eidgenossen.