Soll ich jetzt mein Traumrad kaufen?

Wer sich im Jahr 2021 ein Fahrrad kaufen möchte, wird derzeit verunsichert durch Meldungen zu Preissteigerungen und überlegt vielleicht, lieber noch zu warten. Ein Blick auf die Marktsituation könnte jedoch zu Entschlossenheit raten. Entscheide selbst.

In diesem Blog-Artikel geht es um die Situation auf dem Fahrradmarkt, die Gründe für Preissteigerungen und die Prognosen für die Zukunft.

Zu Beginn blicken wir auf das Jahr 2020 zurück, denn nur so lässt sich die aktuelle Situation verstehen.

2020 – Ein außergewöhnliches Jahr, auch für die Bike-Branche

Rekordumsätze und Lieferengpässe, Ladenschließungen und ein „Run“ auf die Geschäfte nach der Wiedereröffnung, lange Wartezeiten bei Serviceleistungen. Das Jahr 2020 wird in die Geschichte der Fahrradindustrie eingehen.

Die Situation war paradox. Die schon in den Jahren zuvor gestiegene Nachfrage nach Fahrrädern wurde durch Corona massiv verstärkt. Gleichzeitig kam es in Folge des Shutdowns in Asien zu Lieferengpässen, denn in Asien sitzen viele der Zulieferbetriebe der internationalen Fahrradindustrie. Die Fahrradproduktion sank bei steigender Nachfrage.

Die Treiber der wachsenden Nachfrage waren und sind nach wie vor vielfältig.

  • Im städtischen Bereich wurde das Fahrrad in der Coronakrise zu der Alternative im öffentlichen Nahverkehr.
  • Das Dienstrad-Leasing boomte. Schon zuvor hatte sich das Dienstrad als beliebtes Mittel der Mitarbeiterbindung erwiesen und gehörte zu den häufig nachgefragten Mitarbeiter-Benefits.
  • Auf dem Wachstumsmarkt E-Bikes stiegen die Absatzzahlen auch im Jahr 2020 weiter an. Es ließ sich ein Plus von 43% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. E-Bikes sind nicht nur als Diensträder sehr beliebt. Immer mehr ältere Menschen und Senioren erleben dank E-Bikes mehr Mobilität und profitieren vom Radfahren als gesundem Ausdauersport.
  • Durch entfallene Urlaubsreisen ins Ausland eingespartes Budget wurde 2020 im privaten Bereich zum Teil für Fahrräder ausgegeben, denn Fahrradtouren im Umkreis wurden immer beliebter.

Trotz der sensationellen Verkäufe von Fahrrädern hatte und hat die Fahrradbranche in Zeiten von Corona große Herausforderungen zu meistern.

Produzenten und Lieferanten kamen im Jahr 2020 der rasant gestiegenen Nachfrage nicht mehr hinterher. Es fehlte an allen Ecken und Enden. Viele Bauteile aus Fernost konnten nicht mehr geliefert werden, denn durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie wurden zu Beginn des Jahres 2020 Produktionsstätten in China und anderen Teilen Asiens geschlossen. 

Die Arbeitskapazitäten wurden zum Teil erheblich heruntergefahren, einerseits bedingt durch Verfügbarkeitsengpässe, andererseits durch die je nach Land und Betrieb verschiedenen Corona-Auflagen. Es entstanden große Produktionsrückstände. Für den Produktionsausfall durch stillstehende Bänder gab es keinen Ausgleich. Räder, Ersatzteile und Zubehör waren ausverkauft, vergriffen oder nur noch mit monatelangen Wartezeiten verfügbar. Es gab also tendenziell nicht mehr, sondern eher weniger Ware als im Jahr zuvor und dies bei stark angestiegener Nachfrage.

Der Fachhandel hatte zum Teil bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2020 keine Ware mehr, aber spätestens Ende des Jahres waren die Lager weitestgehend leer.

Das Nachordern von Bikes war nicht einfach, wenn nicht sogar unmöglich, da die Hersteller mit ihrer Produktion und ihren Lieferungen in einen Rückstau geraten waren.

Im Herbst 2020 wurden daher bereits Modelle verkauft, die ursprünglich erst für die Saison 2021 gedacht waren. Viele Kunden haben sich bereits Ende 2020 ihr Rad für den Sommer 2021 vorbestellt. Dadurch wird die Auswahl an Modellen und die Menge der in 2021 zum Verkauf zur Verfügung stehenden Räder zusätzlich gemindert.

Wie geht es im Jahr 2021 weiter?

Hersteller und Zulieferer sehen sich im Jahr 2021 der Aufgabe gegenüber, ihre Produktionskapazitäten trotz widriger Bedingungen in berechenbarer Form wieder aufzubauen bzw. zu erweitern. Die Produktionsrückstände können jedoch nicht im Tempo der steigenden Nachfrage aufgeholt werden. Wichtige Teile wie etwa Fahrradrahmen, Schaltungen und Federgabeln fehlen. Insider sprechen davon, dass bei einigen Teilen sogar mit Lieferzeiten von bis zu 500 Tagen zu rechnen ist.

Knappe Märkte – steigende Preise

Die gestiegene Nachfrage bei gleichzeitig knappen Gütern führt zu steigenden Preisen. Dies ist auch auf dem Fahrradmarkt zu beobachten. Folgende Preistreiber kennzeichnen den Markt in Pandemiezeiten.

  • Durch weltweit verteilte Produktionsstätten sind die Fahrradhersteller sowohl von Währungsschwankungen als auch von Frachtkosten abhängig.
  • Produktionsstätten in Fernost werden in US-Dollar oder in YEN bezahlt. Währungsschwankungen bedeuten für die Hersteller bei einer ohnehin unberechenbaren Marktlage zusätzliche Unsicherheit. Eine Kurssicherung ist bei Banken nur gegen einen Aufpreis möglich, gibt Herstellern aber mehr Planungssicherheit.
  • Die Frachtkosten sind in den letzten Monaten massiv gestiegen. Verantwortlich sind dafür gleich drei Punkte. Auf dem Wasserweg hinken die Frachtkapazitäten der Container-Reedereien der hohen Nachfrage hinterher. Zusätzlich werden viele Güter von Asien nach Europa verschifft, umgekehrt aber nur wenige von Europa nach Asien. Damit können keine Kostenvorteile in der Logistik erzielt werden. Die Seecontainer müssen leer zurückgebracht werden, was die Transportkosten massiv erhöht. Durch den deutlich reduzierten Passagierflugverkehr entfällt weitestgehend die Möglichkeit, kleinere Teile als Beiladung in Passagiermaschinen zu transportieren. Zuletzt setzen Hersteller auf den deutlich teureren Luftweg, um Zeit gutzumachen und Lieferverzögerungen auszugeichen.
  • Die Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern führt dazu, dass die Zulieferindustrie bei Preisverhandlungen auf Grund der hohen Nachfrage am längeren Hebel sitzt. Erforderliche Investitionen in Produktionsabläufe, um dem gestiegenen Bedarf nachzukommen, können damit in die Preisgestaltung miteinfließen.

Eine Entspannung auf dem Markt sehen Experten frühestens im Jahr 2022. Andere gehen davon aus, dass die derzeitigen Engpässe noch weit länger bestehen bleiben. Der Vorlauf für die Ausweitung der Produktion ist in der Fahrradbranche hoch und die oben beschriebenen Hindernisse und Schwierigkeiten werden zunächst weiter bestehen. So kann es auch gut sein, dass es bis in das Jahr 2023 hineindauert, ehe sich Angebot und Nachfrage wieder aufeinander zu bewegen.

Unsere Strategie im Jahr 2021

Wir wollen unseren Kunden weiterhin Vielfalt und große Auswahl innerhalb unseres handverlesen ausgewählten, sehr hochwertigen Sortiments an Fahrrädern bieten. Wer innovative Technik verbunden mit edlem, starkem Design sucht, ist bei uns richtig.

Schon im Jahr 2020 haben wir vorgesorgt und eine entsprechend hohe Vororder für 2021 platziert. Wir werden ausreichend Modelle für die kommende Bike-Saison zur Verfügung haben, so dass weiterhin eine große Auswahl an Größen und Farbvarianten besteht. Derzeit sind bereits mehr als 1000 Bikes lagernd vor Ort und sofort lieferbar. Nach und nach treffen weitere, neue Modelle bei uns ein.

Auf Grund der Knappheit auf dem Markt gibt es bei uns wie auch bei vielen anderen Fahrradhändlern für viele der noch nicht ausgelieferten Modelle bereits Vorbestellungen.

Gerne stehen euch unsere erfahrenen Verkäufer per Telefon beratend zur Seite, wenn ihr Fragen zu den einzelnen Modellen habt.

Ruft uns einfach an unter: +49 8033 9789020
oder schreibt uns eine Mail an sales@e-bikes4you.com.

Bei Bedarf rufen wir euch auch gerne zurück.